Prism-Talk bei Beckmann: Snowden Vertrauter Greenwald zu Gast

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 19. Juli 2013

Gestern Abend lud Beckmann zu seiner Show in der ARD mit dem Titel "Der gläserne Bürger – ausgespäht und ausgeliefert?" ein, um mit ausgewählten Gästen über Datenschutz und den viel diskutierten Fall um Edward Snowden zu sprechen. Es bleibt unklar, inwieweit der Deutsche Geheimdienst in den Skandal um das amerikanische Prism-Spähprogramm der NSA verwickelt war.

Neben den physisch anwesenden Gästen war Beckmanns exklusivster Gesprächspartner Glenn Greenwald, der live aus Rio de Janeiro zugeschaltet wurde. Der Enthüllungsjournalist steht in Kontakt mit dem Ex-NSA-Mitarbeiter Snowden und trägt laut eigener Aussage die geheimen Daten "immer bei sich". Klar, dass nicht nur Snowden, sondern auch Greenwald mit möglichen Konsequenzen rechnen muss. Er kritisiert, dass Journalisten, die lediglich ihre Arbeit machten, in den USA kriminell genannt werden und ihnen mit Bestrafung gedroht werde. Dennoch ließe er sich nicht einschüchtern und es sei mit "noch explosiveren" Artikeln zu rechnen.

Wie Hans Leyendecker, Geheimdienst-Experte der Süddeutschen Zeitung, zutreffend erkennt, ist es eine Ironie des Schicksals, dass Snowden, der für Transparenz und Enthüllung steht, nun gezwungen ist in einem Land Asyl zu beantragen, für das Pressefreiheit ein rotes Tuch ist.

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