Preisverleihung: "Erkennt Gefahren, bevor sie entstehen!" Mercedes versus Adolf Hitler

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 18. September 2013

Der kurze inoffizielle Werbespot des Filmakademie Absolventen Tobias Haase hat am Montag Abend in Berlin eine Auszeichnung bekommen. Haase erhielt den Nachwuchsfilmpreis First Steps Award für den besten Werbefilm. Sein Clip zeigt, wie ein schnieker Mercedes mit Hilfe von neuer technischer Errungenschaften die Gefahr Adolf Hitler frühzeitig erkennt und den kleinen Jungen planmäßig überfährt. Schwarzer Humor - eine gute Idee, findet die First Steps Jury und belohnt Haase mit 10.000 Euro.

Daimler-Benz hatte sich von dem Clip distanziert und die Macher dazu aufgefordert klar deutlich zu machen, dass es sich nur um einen 'Fake-Werbespot' handele und nicht um ein von Mercedes produziertes Werk. Ironischer Weise wird der Filmpreis aber unter anderen von Mercedes finanziert.

Im Werbespot fährt ein schicker, grauer Mercedes, scheinbar ohne Fahrer, jedenfalls sieht man den nie, in das beschauliche Dörflein Braunau am Inn in Österreich. Das ist der Geburtsort Hitlers. Das intelligente Auto stoppt für zwei Mädchen, die auf der Straße spielen, bei Adolf Hitler beschleunigt es aber nochmal, damit er auch wirklich hart getroffen wird. Es folgt der auch von Mercedes bekannte Slogan:

„Erkennt Gefahren, bevor sie entstehen“.

Dürfen Werbespots so düster sein und den Tod eines Jungen positiv darstellen? In diesem Falle ja. Es bleibt nur die Frage, ob das Auto beziehungsweise das intelligente Bremssystem immer die richtigen Gefahren, wie im Falle Hitlers, ausmacht. Was passiert wenn das System gehackt wird und in die Hand des Bösen gerät. Wird der schöne Mercedes dann zur Killermaschine?

Preisverleihung: "Erkennt Gefahren, bevor sie entstehen!" Mercedes versus Adolf Hitler