Peinliches DSDS-Debakel mit Bohlen. Warum überhaupt noch Castingshows?

von Portrait von Bettina Pielka Bettina Pielka
Veröffentlicht am 9. Juli 2013

Warum an Dingen festhalten, die eh keiner mehr sehen möchte? Das fragt man sich zur Zeit wohl häufiger, wenn man an Dieter Bohlen und die RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ denkt. Bohlen sucht verzweifelt nach einem Masterplan, der die Show aus dem Quotentief holen soll. Sogar von Abkupfern der Ideen anderer Castingshows ist die Rede.

So sollen im nächsten Jahr in der elften Staffel von DSDS die Kandidaten selbst entscheiden, ob sie vor Bohlen oder den anderen Juroren vorsingen wollen. Am Ende werden die jeweils besten fünf Sänger der beiden Jury-Teams in die Mottoshows geschickt. Wem nun eine gewisse Ähnlichkeit zum Vox-Format „The Voice of Germany“ auffällt, liegt gewiss nicht ganz falsch.

Aber nicht nur die Idee soll geklaut werden. DSDS möchte den wohl beliebtesten Juror von „The Voice“ haben – Xavier Naidoo. Der jedoch habe laut Focus Online verlauten lassen, dass er „definitiv nicht“ bei Bohlen in der Jury sitzen möchte. Andere Wunschkandidaten sind Ex-Spice-Girl Geri Halliwell und Sängerin Natasha Bedingfield, um DSDS internationales Flair einzuhauchen.

Egal, ob DSDS, Popstars, Germany's next Topmodel, The Voice of Germany – unser Fernsehprogramm ist zugekleistert mit irgendwelchen Castingshows, die Ruhm versprechen. Dennoch bleibt der Erfolg der Teilnehmer meistens aus. Wann ist endlich Schluss damit? RTL-Chefin Anke Schäferkordt hatte schon in einem Interview im vergangenen Herbst gesagt (wir berichteten):

Das Interesse ist noch immer sehr groß. Aber der Zenit wird in zwei, drei Jahren überschritten sein. Dann ist Schluss, das wissen alle.

Was meint ihr?

Wie soll die Zukunft der Castingshows aussehen?

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