Französische Komödie "Paulette" - Drogendealerin mit Körbchen und Kopftuch

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 18. Juli 2013

„Paulette“, gespielt von Bernadette Lafont, war in Frankreich ein Hit. Nun kommt die gemeine, rassistische 80-jährige ältere Dame, die Haschisch verkauft, auch in die Deutschen Kinos. Mal wieder produziert das Französische Kino, dieses Mal durch den Regisseur Jérôme Enrico, eine derb-romantische Komödie. Ein verlegenes Schmunzeln wird hier schnell zu einem herzlichen Lachen.

Bernadette Lafont war ein Star des Nouvelle Vague Kinos und kommt nun als gehässige alte Frau zurück, die ihren eigenen Enkel Leo (Ismael Dramé) nicht mag, weil sein Vater schwarz ist. Die fiese, aber noch rüstige Rentnerin Paulette ergreift die Chance ihre mickrige Rente aufzubessern, als sie zufällig an ein Paket Haschisch gelangt. Sie entwickelt eigene Verkaufsstrategien und mischt sich als Außenseiterin unter das Volk der Drogendealer. Ihre Vergangenheit als Bäckerin erweist sich als nützlicher Skill; sie verkauft „Space – Kekse“. Erst als der örtliche Drogenchef von Paulettes Einfluss zu viel hat und daraufhin ihren Enkel Leo entführt wird es brenzlig.

Paulette kommt durch den Drogenverkauf in Kontakt mit Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen, die sie zuvor gemieden hat. Dadurch ändert sie ihre Meinung und verliert ihre rassistischen Vorurteile nach und nach.

"Paulette" ist , wie die FAZ schreibt:

„einer dieser Filme, auf deren Werbeplakaten Rezensionen zitiert werden, die ihn „einfach und ehrlich“ finden, „rührend“ oder „herrlich unmoralisch“, und die genau all das auch sind.“

Französische Komödie "Paulette" - Drogendealerin mit Körbchen und Kopftuch