Redcoon-Werbespot - Sind die billigsten Mädchen Deutschlands doch zu billig?

von Portrait von Arzu A. Kayvani Arzu A. Kayvani
Veröffentlicht am 21. November 2012

Wussten Sie das schon? Micaela Schäfer mag es mega billig,  Sandra Lang hat es gerne besonders billig, Jordan Carver mag es extrem billig und Gina Lisa Lohnfink steht auf super billig. So viel billig gab's noch nie! 

Damit jedenfalls wirbt der Online-Shop der Firma Redcoon für seine Artikel. Was durchaus auch als lustige Parodie auf all die Model Casting Shows und diverse Dokusoaps gedacht war, ist bei einigen Zuschauern wohl nicht so gut angekommen. Sie legten Beschwerde beim deutschen Werberat wegen mutmaßlich frauenverachtender Tendenzen ein. 

Die Firma Redcoon kann die Aufregung nicht verstehen, wie in Top.de zu lesen ist. Natürlich spiele man im Spot mit der Doppeldeutigkeit des Wortes "billig", es gehe schließlich um die besonders "günstigen" Elektronikprodukte des Anbieters. Aber die Werbung könne nicht als frauenfeindlich verstanden werden.

Unsere Testimonials treiben dafür ihr Image mit viel Humor und Selbstironie die Spitze. Die Inszenierung der Szenen ist dabei keineswegs billig, sondern mit  Stil und Grandezza.

Dass die Redcoon-Spots tatsächlich als lustiger Schwank gedacht waren, dürfte jedem vernünftig denken Betrachter auch klar sein.  Wenn unter dem Deckmantel der "Talentsuche" leicht bekleidete Mädchen unter 18  am Strand von Ibiza Hüften schwingend Liedchen trällern oder sich in Body-Paint halbnackt vor einem Fotografen räkeln, dann scheint die Welt in Ordnung zu sein. Deckt man das Bedenkliche dahinter auf, treibt es offensichtlich auf die Spitze und parodiert es mit "Grandezza", dann hagelt es Beschwerden. Bedenklich ist eigentlich das ...

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Sind die Redcoon-Werbespots frauenverachtend oder eine gelungene lustige Klamotte?

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