Deutscher Fernsehpreis 2013: so schlecht wie noch nie?

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 4. Oktober 2013

Der „Deutsche Fernsehpreis 2013“ wurde bereits vergeben. Ausgestrahlt wird die Verleihung heute Abend auf Sat1. Präsentiert von dem Promi-Big-Brother Paar Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn, soll die Show so schlecht wie noch nie oder zumindest fast so unerträglich wie seit der Präsentation durch Nazan Eckes und Marco Schreyl vor zwei Jahren gewesen sein.

Laut Spiegel und weiteren Medien, habe Oliver Pocher lustlos gewirkt und als interessiere ihn die ganze Show nicht. Er habe gestottert und Namen von Sendungen verdreht und falsch anmoderiert. Vielleicht ist Pocher immer noch durch seinen Twitter-Streit mit Boris Becker abgelenkt.

Die Preise gab es dann allerdings doch. Gewonnen hat Susanne Wolff als beste Schauspielerin im Film „Mobbing“. Bester Schauspieler wurde Matthias Brandt, der klarstellte, es gebe eigentlich keinen 'besten' Schauspieler, besonders, wenn man mit den Nominierten verglichen würde. Der beste Fersehfilm ging an den ARD Film über Kinderhandel und Prostitution „Operation Zucker“. Ottfried Fischer wurde schon mit 59 Jahren für sein Lebenswerk geehrt, er mimte Marcel  Reich-Ranicki mit „Ich nehme diesen Preis nicht an" und löste so verlegene Stille aus.

Kontrovers ist auch die Auszeichnung der ZDFneo Produktion „Auf der Flucht – Das Experiment“. Die Show wurde als bestes 'Dokutainment' ausgezeichnet. Zwei der Teilnehmer an dem umstrittenen Experiment sorgten noch mit bizarren Danksagungen für Aufregung. Mirja du Mont widmete den Preis

den „45 Millionen Menschen, die in diesem Moment auf der Flucht sind, ich werde euch nie vergessen“.

Ihr Kollege und Ex-Afghanistan Soldat Johannes Clair forderte das Publikum auf sich im Gedenken an die dort gefallenen Soldaten zu erheben.

Wer möchte kann sich das Ganze heute Abend in voller Länge auf Sat1 ansehen.