Michael Ballack moderierte WM-Qualifikationsspiel an Stelle von Kahn

von Portrait von Bettina Pielka Bettina Pielka
Veröffentlicht am 5. April 2013

Ausgerechnet Michael Ballack kommentierte das WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Kasachstan aus dem Mainzer Fernsehstudio und ersetzte TV-Experten Oliver Kahn. Brisant, wenn man bedenkt, dass das Verhältnis zwischen dem 98-maligen Nationalspieler und Bundestrainer Joachim Löw getrübt ist. Die Rolle des Fußballexperten meisterte der der frühere "Capitano" der deutschen Elf ziemlich gut, wie der Tagesspiegel berichtete.

Michael Ballack sieht genauer hin, er kann das Spiel lesen, wahrscheinlich hilft ihm seine frühere Regisseur-Rolle deutlich mehr als Kahn die Torwart-Perspektive.

Seit Ballacks Ausbootung im Sommer 2010 zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, wo Philipp Lahm die Rolle des Kapitäns übernahm und einen Konflikt auslöste, da er während des Turniers klarmachte, dass er die Kapitäns-Binde nach der WM nicht wieder abgeben werde, ist das Verhältnis brisant. Löw berücksichtigte Ballack danach auch nicht mehr für die Auswahl im Kader.

Nach Angaben des ZDF soll Ballack als TV-Experte ein Einzelfall bleiben. Kahn ist zur Zeit wegen seiner Stiftung in Südafrika unterwegs und soll Stamm-Moderator bleiben.