Lance Armstrong bei Oprah Winfrey: Geständnis gegen Straf-Nachlass?

von Portrait von Bettina Pielka Bettina Pielka
Veröffentlicht am 9. Januar 2013

Wie kann man seinen ersten öffentlichen Auftritt besser vermarkten als bei Oprah Winfrey – der Beichtmutter Amerikas. Ex-Radprofi Lance Armstrong hat diesen Weg gewählt und gibt erstmals nach seiner lebenslangen Dopingsperre ein Interview bei Amerikas bekanntester Talkshow-Moderatorin. Wie die Welt berichtete, soll es auch um die Betrugsvorwürfe gehen.

In der Ankündigung des US-Kabelkanals OWN hieß es, Armstrong werde sich in der Sendung zu den Anschuldigungen des betrügerischen Verhaltens und dem Vorwurf der Lüge über den Gebrauch leistungssteigernder Mittel während seiner Karriere äußern.

Am 17. Januar wird die 90-minütige Sendung um 21 Uhr Ortszeit ausgestrahlt und zugleich weltweit im Stream zu sehen sein. Das Gespräch soll in Armstrongs Haus in Austin, Texas, stattfinden.

Die Usada, die Antidopingagentur der USA, ermittelte gegen Armstrong mit Verdacht auf Doping. Auch von Spendengeldern war die Rede. Im Oktober war der 41-Jährige aufgrund eines Enthüllungsberichts lebenslang gesperrt worden und man erkannte ihm seine sieben Siege bei der Tour de France ab.

Die Motivation, wieso Armstrong sich Winfrey als Gesprächspartnerin ausgesucht hat, könnte darin begründet sein, dass ein umfassendes Geständnis eine lebenslange Sperre reduzieren würde – so zumindest sieht es der Code der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada. So könnte Armstrong zur gegebener Zeit wieder an Triathlon-Veranstaltungen teilnehmen.

Juristisch könnte ein Geständnis jedoch schwerwiegende Folgen haben, schließlich hatte der Ex-Radprofi unter Eid ausgesagt, nie gedopt zu haben.

Wir lassen uns überraschen, was Lance Armstrong in seinem ersten öffentlichen Auftritt bei US-Showmasterin Oprah Winfrey zu sagen hat.