Sterben - Ein Roman von Karl Ove Knausgard

von Portrait von Arzu A. Kayvani Arzu A. Kayvani
Veröffentlicht am 1. Januar 1970

Für das Herz ist das Leben einfach. Es schlägt, solange es kann. Dann stoppt es. [Aus STERBEN]

Karl Ove Knausgard hat es sich offenschtlich zur Aufgabe gemacht, sein eigenes Leben auf die Weise zu analysieren, auf die er es am besten kann - durch Schreiben. Er schreibt über sein Dasein, seine Zweifel und Ängste und die möglichen Ursachen. Er setzt sich auseinander mit den Menschen in seinem Leben und er schildert sowohl Dramen als auch Banalitäten mit einer derart fesselnden Intensität und Klugheit, dass seine Gedanken selbst lange nach dem Lesen nachhallen.

In STERBEN setzt er sich mit dem schwierigen Verhältnis zu seinem Vater auseinander. Als er nach dessen Tod gemeinsam mit seinem Bruder den Nachlass regelt, kommen die Erinnerungen seiner Kindheit mit all dem Unmut und Hass auf den Vater hoch, der das Leben Knausgards bis ins Erwachsenendasein geprägt hat.

Der Sog, der von Knausgårds direkter Art des Erzählens schon mit den ersten Sätzen ausgeht, macht seinen Roman zu einer faszinierenden und erschütternden Lektüre. Gerade weil er so radikal persönlich schreibt, gewinnt sein Text eine schmerzliche Allgemeingültigkeit. Selten ist in einem Stück Literatur so greif- und fühlbar geworden, was jeder Mensch ist: ein einmaliger und unerschöpflicher innerer Kosmos.[www.randomhouse.de]

Karl Ove Knausgard wurde 1968 als Sohn eines Lehrers und einer Krankenschwester in Oslo geboren. Er studierte Literatur und Kunstgeschichte an der Universität Bergen und wurde bekannt durch sein autobiographisches Romanprojekt Min Kamp (Mein Kampf), bestehend aus sechs Bänden. Erst im letzten Jahr kam STERBEN als erster Band auf Deutsch heraus, der bei seiner Veröffentlichung in Norwegen 2009 für großes Aufsehen und heftige Diskussionen sorgte. Knausgard wurde dafür mit dem Brageprisen ausgezeichnet.

Für das Herz ist das Leben einfach. Es schlägt, solange es kann. Dann stoppt es.