Buchrezension zu Winter der Welt

von Portrait von Ivonne Szynkiewicz Ivonne Szynkiewicz
Veröffentlicht am 1. Januar 1970

Winter der Welt ist der zweite Teil der Jahrhundert Saga des britischen Autors Ken Follet. Ich hatte die Möglichkeit mir „Sturz der Titanen“ , den ersten Teil dieser Saga als Hörbuch anzuhören. Dieser Teil hat mir so gut gefallen, dass ich gerne wissen wollte wie es mit den Familien weiter geht.
Ken Follet ist eine gestandene Größe in der Buchwelt und hat schon viele verschiedene Themen in seinen Romanen aufgefangen. In der Jahrhundertsage begleiten wir Familien aus England, Deutschland, Russland und Amerika von der Zeit des 1. Weltkrieges bis zur Wahl des ersten schwarzen Präsidenten von Amerika.

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Winter der Welt fängt im Jahre 1933 an als der Engländer Lloyd Williams mit seiner Mutter Ethel Zeuge wird wie Hitler in Deutschland an die Macht kommt. Lloyd ist so geschockt über das Gesehene das er sein Studium abbricht und in den spanischen Bürgerkrieg geht. Er möchte für die Freiheit kämpfen.
Zeitgleich versuchen die Menschen in England ihren Alltag so normal wie möglich weiter zu leben. Was nur bedingt klappen kann. Boy Fitzherbert heiratet die junge Amerikanerin Daisy Peschkow und bald zeigt sich das Faschismus auch in England nicht halt macht.
In Deutschland versucht die Familie der Adligen Maud von Ulrich gegen die Macht Hitlers anzukämpfen. Sie gehen in den Wiederstand und bekommen zu spüren wie stark das Naziregime geworden ist. Doch auch in der eigenen Familie gibt es Anhänger von Hitler.
In Russland beginnt nach dem Untergang des Zarenregimes eine neue Zeit. Doch die Umstellung auf den Sozialismus ist nicht einfach. Dazu kommt das auch Russland in den Weltkrieg verwickelt ist und sich gegen Deutschland verteidigen muss. Für Wolodja Peschkow beginnt eine schwierige Zeit in der er sehr oft feststellen muss, dass auch der Sozialismus ein ungerechtes Regime führt.
Amerika versucht in dieser Zeit seine Ordnung in der Welt zu finden. Sie führen einen Konflikt mit Japan, der mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor eskaliert. Gus Dewar arbeitet für den Präsidenten und versucht ihm zu helfen eine friedliche Lösung zu finden. Doch das scheint nicht immer so einfach, denn auch Amerika kann die Augen vor der Gefahr aus Deutschland nicht verschließen.

Mich hat auch der zweite Teil sehr gefesselt. Ich fand es toll zu erfahren wie es mit den Familien weitergeht. Die historischen Ereignisse sind gut in die Geschehnisse eingebunden. Natürlich stimmt nicht immer alles zu hundert Prozent historisch überein. Aber ich denke das ist auch wirklich sehr schwierig. Und das ist auch nicht der Anspruch den man an einen historischen Roman haben sollte. Manchmal müssen die Ereignisse passend gemacht werden damit die Protagonisten eine Rolle darin spielen können. Trotzdem habe ich über die Zeit wirklich viel dazu gelernt und ich freue mich nun auf den dritten und letzten Teil, wo man dann erfährt wie es nach dem 2. Weltkrieg für die Familien weitergeht.
Für mich ist dieses Buch, oder eher gesagt diese Saga eine absolute Empfehlung für alle die sich für die jüngere Geschichte unserer Zeit interessieren.

Winter der Welt ist als gebundene Ausgabe am 18. September 2012 veröffentlicht worden. Seit dem 14. August 2014 gibt es auch eine Taschenbuch Ausgabe.